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Die wichtigsten Fragen zum Generationen-Workshop

Können wir beim Dialog-Workshop auch zu viert teilnehmen – wir als Elternpaar mit unseren beiden Kindern?

Nein, der Dialog-Workshop ist für ein Elternteil mit einem erwachsenen Sohn oder einer erwachsenen Tochter gedacht. Das heißt, Sie melden sich immer zu zweit an.

Kann ich als Mutter / Vater mit all meinen Kindern am Workshop teilnehmen?

Nein, der Workshop ist für Generationspaare gedacht, d.h. Sie nehmen mit einem erwachsenen Sohn oder einer erwachsenen Tochter zu zweit teil.

Ist es möglich, dass ich als Vater mit meinem Sohn teilnehme und parallel meine Partnerin mit unserer Tochter teilnimmt?

Ja, wenn Sie das wünschen, ist das eine gute Möglichkeit. Allerdings sollten alle vier dieser Variante zustimmen.

Wo findet der Dialog-Workshop statt?

Im TZ 8. Dort haben wir wunderbar geeignete Räumlichkeiten.

Sollten Sie außerhalb von Wien wohnen und eine Unterkunft benötigen, melden Sie sich bitte bei unserer Assistentin Frau Moispointner.

Unterliegen Sie der Schweigepflicht?

Ja, natürlich. Die Schweigepflicht betrifft alles, was wir von Teilnehmerinnen und Teilnehmern erfahren. Von dieser Schweigepflicht können wir auch nicht entbunden werden.

Unterliege ich und die anderen Teilnehmer/innen der Schweigepflicht?


Alle, die am Workshop teilnehmen, unterliegen einer Schweigepflicht. Sie können einem Außenstehenden über sich selbst erzählen, was auch immer Sie möchten. Nur das, was Sie von anderen erfahren und miterleben, ist auf keinen Fall für fremde Ohren bestimmt.

Es ist eine Frage der Moral und der Wertschätzung – und es gibt Ihnen allen viel mehr Sicherheit, sich im Workshop frei zu bewegen.

Ich bin noch nicht volljährig bzw. unter 20. Kann ich trotzdem teilnehmen?


Nein. Die Volljährigkeit ist die Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop. Im Speziellen setzen wir voraus, dass die Töchter bzw. Söhne mindestens 20 Jahre alt sind. Allerdings gibt es Ausnahmen, die wir im speziellen Fall mit Ihnen persönlich besprechen.

Was ist die ideale Fortsetzung zu diesem Workshop?

Der Dialog-Workshop ist ein spezielles therapeutisches Angebot, das oft auch als Begleitung von Einzel- oder Gruppentherapien in Anspruch genommen wird und daher auch keine weitere Fortsetzung benötigt.

Allerdings kann es manchmal sein, dass im Zuge des Workshops Themen auftauchen, die eine Nachbearbeitung sinnvoll machen. In diesem Fall können Sie gerne mit uns oder unseren Kolleginnen aus dem pro:dialog-Team ein Generationscoaching vereinbaren.

Ist es überhaupt effektiv, wenn so viele Generationenpaare teilnehmen?

Ja. Erst durch die Teilnahme von anderen Generationspaaren erhält der Workshop die gewünschte Nachhaltigkeit und Tiefe. Im ersten Moment wirkt es vielleicht ein bisschen irritierend, mit anderen Menschen in einem Raum Generationsthemen zu besprechen. Unsere Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass gerade das die wesentlichste Voraussetzung ist, dass Sie Ihre Ziele erreichen.

Was muss ich mitbringen?

Von uns wird alles vorbereitet. Gut ist es, wenn Sie Ihr eigenes Schreibzeug mitbringen.

Was soll ich für den Tag nach dem Workshop berücksichtigen?


Der Dialog-Workshop kann vieles an Ressourcen in Ihrer Beziehung zu Ihrem Vater, Ihrer Mutter bzw. Ihrem Sohn, Ihrer Tochter freilegen. Das ermöglicht oft Hoch- und Euphorie-Gefühle, manchmal aber auch die eine oder andere Irritation. Deswegen ist es gut, in Ihrer Generationsbeziehung auch nach dem Workshop die notwendigen offenen Themen nachzubesprechen und gegebenenfalls ein Generationspaarcoaching mit uns zu vereinbaren.

Ich bzw. wir können uns den Workshop finanziell nicht leisten…

Wir haben pro Workshop einige so genannte Sozialplätze vorgesehen. Melden Sie sich bitte bei Frau Moispointner und klären Sie die Situation mit ihr. Diese Informationen werden nicht an uns weitergegeben.

Ich möchte gern, aber mein Vater/Mutter/Sohn/Tochter will nicht. Was tun? – Oder: Ich glaube nicht, dass mein V/M/S/T den Workshop mit mir macht. Was tun?


Es ist schon etwas Besonderes, wenn ein Generationsteil den Workshop machen möchte. Oft ist die Absage des anderen Generationsteils mit Angst verbunden vor dem, was in dem Workshop auftauchen könnte. Das wird zwar oft nicht bewusst wahrgenommen und debattiert, wirkt aber im Unbewussten.

Unsere Erfahrung ist, dass im Grunde genommen jede Mutter bzw. jeder Vater und jede Tochter bzw. jeder Sohn an der Beziehungsentwicklung interessiert ist. Wenn Sie daher einen Impuls setzen wollen, bleiben Sie ihm treu. Lassen Sie andererseits dem anderen Generationsteil die Zeit, Ihre Einladung nachwirken zu lassen. Oft ist es nach ein paar Tagen dem anderen doch möglich, mit Ihnen zu kommen.

Darüber hinaus laden Sie doch Ihren Vater, Ihre Mutter bzw. Ihren Sohn, Ihre Tochter einmal ein, zu einem unserer Informationsabende zu kommen. Nützen Sie dann die Möglichkeit für ein persönliches Gespräch mit uns. Oft können wir dann schon Vorbehalte oder Ängste ausräumen.

Mein Vater, meine Mutter bzw. Sohn, Tochter hört mir nie zu – wie kann das im Workshop funktionieren?

Aus genau diesem Grund haben wir die spezielle Form des Workshops kreiert. Es ist dann unsere Aufgabe, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer so zu unterstützen, dass sie entsprechend zuhören können.

Mein Vater bzw. meine Mutter ist schon sehr alt. Kann ich ihm/ihr das zumuten?

Unseren Erfahrungen nach gibt es keine wirkliche Altershöchstgrenze. Unsere bisher älteste Teilnehmerin war 85 Jahre alt und ihre besondere Abschlussbemerkung am Ende des Workshops war: „Ich habe gar nicht gewusst, dass junge Menschen heute so viele Probleme haben können.“

Ich möchte meinem Vater / meiner Mutter einmal sagen, wie sehr ich ihn / sie schätze. Ist das schon Grund genug, an dem Workshop teilzunehmen?


Unsere Erfahrung ist, dass wir oft Wertschätzungen nicht hören oder sie nicht wirklich annehmen können. Ein Teil des Workshops ist auch, die entsprechende Wertschätzung in der Generationsbeziehung zu stärken und damit ist diese auch ein wesentlicher Teil des Workshops.

Ersetzt der Dialog-Workshop eine Familienaufstellung?

Eine Teilnehmerin hat einmal am Ende des Dialog-Workshops gemeint: „Eigentlich ist der Dialog-Workshop eine live Familienaufstellung“. Er ist damit auch intensiver, nachhaltiger und oft in den Auswirkungen direkter, obwohl natürlich die Familienaufstellung eine wunderbare psychotherapeutische Methode ist.

Ich habe in meiner Beziehung zu meiner Mutter / meinem Vater auch sehr unangenehme Erfahrungen gemacht. Ist der Dialog-Workshop der geeignete Ort, diese anzusprechen?

Im Workshop werden wir mit Ihnen auch Ihre Ziele genau eruieren, und zwar getrennt in einer Eltern- und einer Töchter-und-Söhne-Gruppe. Damit können wir dann sowohl Ihre vielleicht zu hohen oder zu geringen Erwartungshaltungen mit Hilfe der anderen Teilnehmenden besprechen und auch die Möglichkeiten entsprechend adaptieren.

Ich habe Angst, dass meine Tochter / mein Sohn mir viele Vorwürfe machen wird. Macht in so einem Fall die Workshop-Teilnahme überhaupt Sinn?

Für uns ist Wertschätzung ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Dort, wo Verletzungen sind, ist es von besonderer Bedeutung, diese in einem sicheren und wertschätzenden Klima anzusprechen. Daher werden wir auch Ihre Tochter bzw. Ihren Sohn dabei unterstützen, ihre bzw. seine Verletzungen und Anliegen so zur Sprache zu bringen, dass diese für Sie annehmbar sind. Dabei werden Ihnen auch die anderen Elternteile, die den Workshop besuchen, Rückenstärkung geben.

Soll man nicht das Alte ruhen lassen? Ich habe meiner Mutter / meinem Vater bzw. meiner Tochter / meinem Sohn einen Brief geschrieben und nicht abgeschickt. Ist es nicht damit schon getan?


Wir wissen, dass oft wirklich mit so einem Brief schon sehr viel passiert und viel geheilt werden kann. Und wir wissen auch, dass manchmal Mutter, Vater, Tochter oder Sohn gar nichts von diesen Irritationen weiß. Wenn doch, dann weiß er oder sie nicht, welche Verletzung dahintersteht.

Unsere Erfahrung ist, dass Ungerechtigkeit und Verletzung nur dort erkannt wird, wenn man den Schmerz des anderen sehen kann. Daher empfiehlt sich der Dialog-Workshop sehr wohl als Möglichkeit, die Beziehung in einer Tiefe zu heilen, die vielleicht mit einem Brief nicht erreicht wird.

Wenn Sie nicht sagen können, was Sie verletzt oder stört oder irritiert hat, ist es umso schwerer, auch Ihre Dankbarkeit auszudrücken, was aber in einer wirklich geheilten und geklärten Beziehung auf jeden Fall dazu gehört.

Einerseits bin ich wütend auf meine Eltern, andererseits weiß ich, dass ich ihnen auch viel verdanke. Was tue ich mit diesem Widerspruch?


Genau das ist auch Thema des Dialog-Workshops. Eine bewusste Beziehung, ganz gleich, ob Generationsbeziehung oder Paarbeziehung, braucht eine bewusste Auseinandersetzung, um das Alte abzuschließen.

Es geht nicht darum, wer Recht hat, sondern anzuerkennen, wie es Ihr Gegenüber erlebt hat. Wenn Sie beide das Unverarbeitete und noch Offene aussprechen und auch hören können, dann sind Sie frei, etwas Neues zu gestalten und Dankbarkeit auszudrücken.

Wie sind die genauen Arbeitszeiten?

Freitag: 15.30 Uhr bis ca. 19.30 Uhr

Samstag: 9.30 Uhr bis ca. 18.30 Uhr mit einer Mittagspause, in der wir gemeinsam in einem der umliegenden Lokale Mittagessen gehen. Wenn Sie nicht mitkommen möchten, lassen Sie uns das bitte vor dem Workshop wissen.

Sonntag: 9 Uhr bis ca. 13.30 Uhr


Dr. Sabine und Roland Bösel | Maria-Treu-Gasse 1/5, 1080 Wien | beziehungsweisegluecklich@boesels.at | Tel:+43 1 / 402 17 00-10